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Wie begegnet man dem “Dark Store Dilemma“?

Der Einzelhandel steht vor einem Dilemma, denn die Frage, ob mehr sogenannte “Dark Stores” geschaffen werden sollen oder nicht, wird immer komplexer. Gibt es einen intelligenten Ausweg aus dieser Problematik? Finden Sie es in unserem Blog heraus.

5.8 Milliarden USD! Das ist der Betrag, der in den ersten neun Monaten des letzten Jahres weltweit in Dark Stores investiert werde. Und diese Zahl wird noch steigen.

Dark Stores werden vorrangig in städtischen Gebieten betrieben und dienen als Fulfilment-Zentren, die es E-Commerce-Anbietern ermöglichen, Online-Bestellungen schnell auszuführen und an den Kunden zu liefern.

“Logistik- und Lagerflächen in und um Stadtzentren sind in ganz Europa und auch in einigen asiatischen Städten sehr teuer” sagt Marie Hickey, Direktorin Retail Research bei Savills in London. “In der Vergangenheit hat sich dieses Modell hauptsächlich darauf konzentriert, die Bestellungen und Lieferungen von großen Lager- und Verteilzentren aus durchzuführen. Einzelhändler mussten aber erkennen, dass dieser Ansatz durchaus dazu führen kann, dass die ‚Last Mile‘ nicht nur extrem kostspielig wird, sondern auch länger dauert. Das wiederum ist konträr zu den Erwartungen der Kunden, die eine schnelle Lieferung erwarten“, führt sie weiter aus.

“In einem Dark Store verwenden Kommissionierer unterschiedliche Arte von Rollwagen, Behältern und Bodenroller. Sie werden beispielsweise von Handgeräten oder Voice-Picking-Technologien geführt und kommissionieren die Produkte in einzelnen Chargen für mehrere Bestellungen”, erklärt Stefan Lindh, Leiter der Business Unit Retail bei K.Hartwall. “Das ermöglicht ein gewisses Maß an Flexibilität und Schnelligkeit, das von großen Lagerhäusern am Stadtrand und regulären Ladengeschäften nicht erreicht wird, da sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.“

Durch sie wurde der Aufstieg von Schnellliefer- und On-Demand-Diensten von Lebensmitteln bis hin zu anderen Konsumgütern möglich. Das Technologieforschungsunternehmen schätzt, dass

dass sich die Zahl der Dark Stores bis 2030 weltweit mehr als versiebenfachen wird – von derzeit 6.000 auf 45.000.

Doch das rasante Wachstum an Dark Stores ist nicht ganz unproblematisch.


Der Bedarf an Automation wächst

In ganz Europa werden Beschwerden gegen die Präsenz von Dark Stores in städtischen Gebieten lauter. Kritiker behaupten, sie seien störend, eine Gefahr für die Öffentlichkeit oder würden zu viel Lärm verursachen. Kürzlich wurde in Frankreich ein Gesetz erlassen, das die Einstufung von Dark Stores als Lagerzentren vorschreibt. Das könnte zu großflächigen Schließungen führen, da es strenge Vorschriften für das Betreiben von Lagerhäusern innerhalb von Stadtgrenzen gibt. Außerdem haben die Dark Stores mit steigenden Kosten für Auslieferungen und Kundengewinnung zu kämpfen.

Dennoch werden Sie Dark Stores durchsetzen. Nach einem Bericht von McKinsey, haben allein in Europa die 15 größten Lebensmittelhändler im vergangenen Jahr in mehr als 800 Dark Stores investiert. Doch wie kann man die Dark Stores rentabler machen? Nach Ansicht von Experten liegt die Antwort auf diese Frage in der Automatisierung.

“Zahlreiche und unterschiedliche Logistikvorrichtungen in den verschiedenen Läden und Regionen können auf lange Sicht ineffizient und kostspielig sein“, erklärt Lindh. “Automatisierung kann dabei helfen, die Kosten zu reduzieren. Der Automatisierungsgrad hängt vom jeweiligen Einzelhändler ab. Gute Ansatzpunkte dafür liegen in der Verfügbarkeit von Finanzmitteln und der Standardisierung der Ausrüstung.”

Die Ausrüstung, die man für eine höhere Automatisierung und Standardisierung benötigte, gibt es bereits. So hat K. Hartwall beispielsweise Fahrerlose Transportsysteme (FTS) auf den Markt gebracht. Sie helfen dabei, unabhängiger von (Fach-)personal zu werden, den Betrieb effizienter zu gestalten und die Arbeitssicherheit zu verbessern. In Ergänzung dazu ermöglichen Rollcontainer, die ein spezielles symmetrisches und faltbares Design aufweisen, eine optimale Raumausnutzung auf den relativ begrenzten Flächen eines Dark Stores.


Für die Zukunft gerüstet sein

Während Einzelhändler im E-Commerce alles dafür tun müssen, ihre Effizienz zu steigern, müssen sie sich gleichzeitig im Klaren darüber sein, dass sich die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern. Dark Stores werden in vielen Teilen der Welt, darunter Frankreich, Amsterdam und New York weiter mit regulatorischen Hürden konfrontiert. Experten sagen voraus, das auch eine Konsolidierung bevorstehen könnte.

Laut Interact Analysis wird der Wettlauf um die Senkung der Lieferkosten zu Fusionen und einer Übernahmewelle sowohl unter stationären Einzelhändlern als auch Schnelllieferanten mit Dark Stores führen.

Dem Bericht von McKinsey zufolge müssen E-Commerce Anbieter im Lebensmittelhandel überdenken, wie und wo sie ihre Bestellungen abwickeln wollen. Außerdem sagt der Bericht voraus, dass sich das Lebensmittelhandelsnetzwerk zukünftig aus automatisierten Mikro-Fulfillment-Zentren, manuellen Dark Stores und Geschäftserfüllung zusammensetzen wird.

Daher ist es jetzt an der Zeit zu handeln.

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